Der Naturschutzpreis 2018 geht an Susanne Kaufmann

Mittwoch, 7.2.2018

 

Der Baselbieter Naturschutzpreis 2018 geht an Susanne Kaufmann

 

Seit 33 Jahren verleiht Pro Natura Baselland den Naturschutzpreis an Personen und Institutionen, die sich in besonderer Weise um den Naturschutz im Baselbiet verdient gemacht haben. Dieses Jahr geht der Preis an die Liestalerin Susanne Kaufmann für ihren unermüdlichen und konstruktiven Einsatz für mehr Natur im Landwirtschaftsgebiet.    

 

Seit 1984 verleiht Pro Natura Baselland alljährlich den Naturschutzpreis. Mit ihm werden Persönlichkeiten oder Institutionen öffentlich ausgezeichnet für ihr beispielgebendes Engagement im Bereich Natur- und Umweltschutz im Kanton Baselland.

Für Susanne Kaufmann ist ihr Beruf Berufung. Aber was ist eigentlich ihr Beruf? Sie hat Biologie studiert, danach das Lehrerdiplom erworben und fast 20 Jahre am Gymnasium Liestal unterrichtet. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie zusätzlich in einem 50 %-Pensum am Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain im Programm "Ökologischer Ausgleich im Landwirtschaftsgebiet", bei welchem Sie für die Beratung und Vertragsabschlüsse mit den Landwirten sowie für die botanische Erfolgskontrolle zuständig ist. In diesem Dreieck Landwirtschaft - Naturschutz - Bildung hat sie sehr viel für den Naturschutz, aber auch für das gegenseitige Verständnis erreicht.

Die Präsidentin von Pro Natura Baselland, Mirjam Würth, freute sich besonders, dass eine Frau mit Familie, welche stets nur Teilzeit arbeiten konnte, diesen Preis erhält. In ihrer Laudatio hob sie neben den vielfältigen Leistungen der Preisträgerin besonders hervor, wie sich Susanne Kaufmann für mehr Natur in der Landwirtschaft einsetzt: Nämlich einerseits mit einer riesigen Begeisterung und mit grossem Engagement – andererseits aber stets mit Augenmass und viel Verständnis für ihr Gegenüber. Susanne Kaufmann wollte nie Naturschutz gegen die Bauern durchsetzen, sondern immer mit ihnen. Naturschutz und landwirtschaftliche Produktion sind für sie keine Gegensätze, sondern beides wichtige Anliegen, welche aufeinander angewiesen sind. Susanne Kaufmann hat immer Naturschutz mit und nicht gegen die Landwirtschaft betrieben. Und so widmete sie ihren Preis einerseits dem ganzen  Team am Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain, aber auch allen Bauern, welche sich am Programm "Biodiversitätsförderung und Landschaftsqualität im Landwirtschaftsgebiet" beteiligten oder dies noch tun werden.

Die besondere und sympathische Art von Susanne Kaufmann, wie sie sich für die Natur einsetzt, wurde in den Grussworten auch von Regierungsrat Thomas  Weber, Stadtrat Daniel Muri und Claudia Brodbeck vom Bauernverband beider Basel hervorgehoben. Die Präsidentin des Schweiz Vogelschutzes, Suzanne Oberer, lobte das grosse Engagement der Preisträgerin für ihren Verband  auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. Und ihr Arbeitskollege und Vorgesetzte Pascal Simon sowie ihr langjähriger Weggefährte im Naturschutz, Daniel Zwygart erzählten manche Anekdote, welche zusammen ein treffendes Bild der 62-jährigen Liestalerin ergaben.

Der Naturschutzpreis besteht aus einer Urkunde, einer öffentlichen Feier und einem Preisbaum. Als Preisbaum wünscht sich Susanne Kaufmann einen Birnbaum, welcher bei ihr zuhause im Üetental gepflanzt wird.  Die stimmungsvolle Feier wurde vom Duo Saite an Saite  musikalisch begleitet und zum Abschluss wurden die zahlreichen und gut gelaunten Gäste mit einem lokalen Bio-Apéro verwöhnt.

 

((5900 Zeichen))

 

Laudatio

Begrüssung und Einleitung

Bisherige Preisträger

Zurück